top of page

Reiki im Alltag: Selbstanwendung, Familie und kleine Auszeiten

Autorenbild: Carina Schmitz
Carina Schmitz
7. Juni
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 1. Okt.

Wer heute zum ersten Mal von Reiki hört, begegnet der Methode häufig im Rahmen einer Reiki-Behandlung oder einer Reiki-Ausbildung.

Weniger bekannt ist, dass Reiki ursprünglich nicht ausschließlich für professionelle Anwendungen gedacht war. In Japan wurde Reiki seit hundert Jahren vor allem als Teil des Alltags praktiziert – ähnlich wie andere Formen der Selbstfürsorge oder Achtsamkeit.

Gerade im traditionellen Jikiden Reiki spielt dieser Gedanke bis heute eine wichtige Rolle.

Illustration eines Tagesablaufs mit Reiki im Familienalltag – Selbstanwendung, Hausgebrauch und Reiki in der Familie


Reiki war ursprünglich für den Alltag gedacht

Die Reiki-Methode (Shin-Shin Kaizen Usui Reiki Ryoho.) wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Mikao Usui in Japan entwickelt.

Neben Behandlungen gehörte von Anfang an auch die regelmäßige Selbstanwendung zum Reiki-System. Ziel war es, Reiki nicht nur in besonderen Situationen anzuwenden, sondern als natürlichen Bestandteil des täglichen Lebens zu nutzen.

Dazu gehörten unter anderem:

  • die tägliche Selbstanwendung

  • die Beschäftigung mit den Reiki-Lebensregeln (Gokai)

  • gegenseitige Anwendungen innerhalb der Familie

  • ein bewusster Umgang mit dem eigenen Wohlbefinden

Auch heute wird Reiki von vielen Praktizierenden als Teil ihres Alltags erlebt.

Wie Reiki im Alltag genutzt wird

Die Art und Weise, wie Menschen Reiki in ihren Alltag integrieren, kann sehr unterschiedlich aussehen.

Einige nehmen sich morgens einige Minuten Zeit für eine kurze Selbstanwendung.

Andere nutzen Reiki bewusst als Moment der Ruhe am Ende eines arbeitsreichen Tages.

Wieder andere berichten, dass Reiki sie dabei unterstützt, immer wieder bewusst innezuhalten und die Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment zu richten. Insbesondere in stressigen Alltagssituationen.

Dabei gibt es kein festes „richtig“ oder „falsch“.Reiki kann wenige Minuten oder deutlich länger praktiziert werden – je nachdem, was zur jeweiligen Lebenssituation passt. Reiki in der Familie

In vielen traditionellen Reiki-Linien wurde Reiki auch innerhalb der Familie weitergegeben und angewendet.

Historisch betrachtet war Reiki kein exklusives Expertenwissen, sondern sollte möglichst vielen Menschen zugänglich sein.Frau Chiyoko Yamaguchi, die Begründerin des Jikiden Reiki Instituts Kyoto beispielsweise bekam die Reiki-Ausbildung Ende 1938 im Alter von 17 Jahren von ihrem Onkel Herrn Sugano Sensei ganz bewusst als Mitgift für die Braut geschenkt. Ihr Onkel machte bei der Anwendung von Reiki innerhalb seine Familie derart gute Erfahrungen, dass er beschloss mehrere Familienmitglieder mit einer Reiki-Ausbildung zu unterstützen. Frau Yamaguchi praktizierte Reiki über 60 Jahre lang in ihrer Familie.

Viele Reiki-Praktizierende berichten heute, dass sie Reiki im Familienalltag beispielsweise als bewussten Moment von Ruhe, Nähe oder Aufmerksamkeit erleben.

Wie Menschen dies konkret gestalten, ist sehr individuell und hängt von ihren persönlichen Erfahrungen und ihrer Ausbildung ab.

Reiki im Familienalltag: Selbstfürsorge in kleinen Zeitfenstern

Vor einiger Zeit sagte eine Mutter nach einer Reiki-Anwendung zu mir, dass es ihr schwerfalle, überhaupt eine Stunde für sich freizuschaufeln. Sie würde sich diese Zeit gerne häufiger nehmen, aber zwischen Kindern, Beruf und Alltag sei schon der Termin selbst mit Organisation verbunden.

Eine andere Mutter erzählte mir, dass sie Reiki gerne selbst lernen würde. Zum einen, weil sie es innerhalb ihrer Familie anwenden möchte. Zum anderen, weil sie sich wünscht, auch selbst zwischendurch ein paar Minuten für sich nutzen zu können.

Diese Gespräche sind mir im Gedächtnis geblieben, weil sie ein Dilemma beschreiben, das viele Menschen mit Familienverantwortung kennen dürften: Der Wunsch nach Selbstfürsorge ist durchaus da. Nur ist die freie Zeit dafür nicht immer zuverlässig verfügbar.

Genau hier finde ich den Gedanken der Mikropause hilfreich. Damit meine ich kleine Zeitfenster, in denen das permanente Tun für einen Moment unterbrochen wird. Vielleicht sind es zehn Minuten auf dem Sofa, ein ruhiger Moment am Morgen oder einige Minuten am Abend.

Wer Reiki gelernt hat, kann eine solche Pause für eine kurze Selbstanwendung nutzen. Dafür muss nicht erst ein Termin vereinbart, irgendwo hingefahren oder etwas vorbereitet werden. Die Anwendung kann länger dauern, sie darf aber auch klein sein.

Reiki als bewusste Auszeit im Alltag

Gerade in einer Zeit, die von Terminen, Informationsflut und ständiger Erreichbarkeit geprägt ist, schätzen viele Menschen Rituale, die ihnen helfen, kurz innezuhalten.

Reiki wird von vielen Praktizierenden als eine Möglichkeit erlebt, sich bewusst Zeit für sich selbst zu nehmen und die eigene Körperwahrnehmung zu stärken.

Ähnlich wie Meditation oder andere Achtsamkeitspraktiken kann Reiki einen festen Platz im Alltag finden – nicht als Pflicht, sondern als persönliche Entscheidung.

Warum dieser Aspekt im Jikiden Reiki besonders betont wird

Im Jikiden Reiki wird großer Wert darauf gelegt, die ursprüngliche japanische Praxis möglichst unverfälscht weiterzugeben.

Dazu gehört auch die Vorstellung, dass Reiki nicht nur während einzelner Behandlungen stattfindet, sondern Teil des täglichen Lebens sein kann.

Viele Menschen entscheiden sich deshalb später für eine Reiki-Ausbildung, um Reiki nicht nur zu empfangen, sondern auch selbst anwenden zu lernen.

Vielleicht möchtest du Reiki zuerst für andere lernen

Ich finde es interessant, dass gerade Menschen, die im Alltag viel für andere sorgen, auch beim Gedanken an eine Reiki-Ausbildung manchmal zuerst an andere denken: Das wäre schön für meine Kinder. Das könnte ich meinem Partner anbieten. Vielleicht wäre das auch etwas für meine Mutter.

Das ist nachvollziehbar. Gleichzeitig passiert beim Erlernen von Reiki etwas ganz Praktisches: Die Selbstanwendung gehört ebenfalls dazu.

Du lernst also nicht nur etwas, das du anderen anbieten kannst. Du lernst auch eine Praxis kennen, die dir selbst zur Verfügung steht.

Vielleicht wird daraus eine längere Reiki-Selbstanwendung am Abend. Vielleicht nutzt du Reiki gelegentlich für ein paar ruhige Minuten zwischendurch. Vielleicht verändert sich die Art, wie du Reiki in deinen Alltag integrierst, mit deinen jeweiligen Lebensphasen.

In meinem Shoden-Seminar lernst du die Grundlagen der Selbstanwendung und der Anwendung bei anderen Menschen. Wir beschäftigen uns mit traditionellen Handpositionen und den Hintergründen des Jikiden Reiki. Du hast Zeit zum Üben und für deine Fragen. Auf der Ausbildungsseite findest du die Inhalte und die aktuellen Termine in Hamburg.

Reiki erst einmal erleben

Viele Menschen möchten Reiki zunächst selbst kennenlernen, bevor sie sich mit einer Ausbildung beschäftigen.

Wenn du neugierig bist, wie sich eine Reiki-Anwendung anfühlt, findest du hier weitere Informationen:

Oder weiterlesen:

bottom of page