Reiki im Alltag – warum Reiki ursprünglich für den Hausgebrauch gedacht war
- Carina Schmitz

- 7. Juni
- 3 Min. Lesezeit
Wer heute zum ersten Mal von Reiki hört, begegnet der Methode häufig im Rahmen einer Reiki-Behandlung oder einer Reiki-Ausbildung.
Weniger bekannt ist, dass Reiki ursprünglich nicht ausschließlich für professionelle Anwendungen gedacht war. In Japan wurde Reiki seit hundert Jahren vor allem als Teil des Alltags praktiziert – ähnlich wie andere Formen der Selbstfürsorge oder Achtsamkeit.
Gerade im traditionellen Jikiden Reiki spielt dieser Gedanke bis heute eine wichtige Rolle.

Reiki war ursprünglich für den Alltag gedacht
Die Reiki-Methode (Shin-Shin Kaizen Usui Reiki Ryoho.) wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Mikao Usui in Japan entwickelt.
Neben Behandlungen gehörte von Anfang an auch die regelmäßige Selbstanwendung zum Reiki-System. Ziel war es, Reiki nicht nur in besonderen Situationen anzuwenden, sondern als natürlichen Bestandteil des täglichen Lebens zu nutzen.
Dazu gehörten unter anderem:
die tägliche Selbstanwendung
die Beschäftigung mit den Reiki-Lebensregeln (Gokai)
gegenseitige Anwendungen innerhalb der Familie
ein bewusster Umgang mit dem eigenen Wohlbefinden
Auch heute wird Reiki von vielen Praktizierenden als Teil ihres Alltags erlebt.
Wie Reiki im Alltag genutzt wird
Die Art und Weise, wie Menschen Reiki in ihren Alltag integrieren, kann sehr unterschiedlich aussehen.
Einige nehmen sich morgens einige Minuten Zeit für eine kurze Selbstanwendung.
Andere nutzen Reiki bewusst als Moment der Ruhe am Ende eines arbeitsreichen Tages.
Wieder andere berichten, dass Reiki sie dabei unterstützt, immer wieder bewusst innezuhalten und die Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment zu richten. Insbesondere in stressigen Alltagssituationen.
Dabei gibt es kein festes „richtig“ oder „falsch“.
Reiki kann wenige Minuten oder deutlich länger praktiziert werden – je nachdem, was zur jeweiligen Lebenssituation passt.
Reiki in der Familie
In vielen traditionellen Reiki-Linien wurde Reiki auch innerhalb der Familie weitergegeben und angewendet.
Historisch betrachtet war Reiki kein exklusives Expertenwissen, sondern sollte möglichst vielen Menschen zugänglich sein. Frau Chiyoko Yamaguchi, die Begründerin des Jikiden Reiki Instituts Kyoto beispielsweise bekam die Reiki-Ausbildung Ende 1938 im Alter von 17 Jahren von ihrem Onkel Herrn Sugano Sensei ganz bewusst als Mitgift für die Braut geschenkt. Ihr Onkel machte bei der Anwendung von Reiki innerhalb seine Familie derart gute Erfahrungen, dass er beschloss mehrere Familienmitglieder mit einer Reiki-Ausbildung zu unterstützen. Frau Yamaguchi praktizierte Reiki über 60 Jahre lang in ihrer Familie.
Viele Reiki-Praktizierende berichten heute, dass sie Reiki im Familienalltag beispielsweise als bewussten Moment von Ruhe, Nähe oder Aufmerksamkeit erleben.
Wie Menschen dies konkret gestalten, ist sehr individuell und hängt von ihren persönlichen Erfahrungen und ihrer Ausbildung ab.
Reiki als bewusste Auszeit im Alltag
Gerade in einer Zeit, die von Terminen, Informationsflut und ständiger Erreichbarkeit geprägt ist, schätzen viele Menschen Rituale, die ihnen helfen, kurz innezuhalten.
Reiki wird von vielen Praktizierenden als eine Möglichkeit erlebt, sich bewusst Zeit für sich selbst zu nehmen und die eigene Körperwahrnehmung zu stärken.
Ähnlich wie Meditation oder andere Achtsamkeitspraktiken kann Reiki einen festen Platz im Alltag finden – nicht als Pflicht, sondern als persönliche Entscheidung.
Warum dieser Aspekt im Jikiden Reiki besonders betont wird
Im Jikiden Reiki wird großer Wert darauf gelegt, die ursprüngliche japanische Praxis möglichst unverfälscht weiterzugeben.
Dazu gehört auch die Vorstellung, dass Reiki nicht nur während einzelner Behandlungen stattfindet, sondern Teil des täglichen Lebens sein kann.
Viele Menschen entscheiden sich deshalb später für eine Reiki-Ausbildung, um Reiki nicht nur zu empfangen, sondern auch selbst anwenden zu lernen.
Reiki selbst lernen
Wer Reiki regelmäßig in den eigenen Alltag integrieren möchte, interessiert sich häufig früher oder später für eine Ausbildung.
In der traditionellen Jikiden Reiki Shoden-Ausbildung lernen Teilnehmende unter anderem:
die körperliche Reiki-Selbstanwendung
traditionelle Handpositionen
die historischen Hintergründe des Reiki
die Anwendung im Alltag
Mehr Informationen findest du hier:
Reiki erst einmal erleben
Viele Menschen möchten Reiki zunächst selbst kennenlernen, bevor sie sich mit einer Ausbildung beschäftigen.
Wenn du neugierig bist, wie sich eine Reiki-Anwendung anfühlt, findest du hier weitere Informationen:
Oder weiterlesen:


